Die Geschichte der Pizza

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Pizza mag von manchen Menschen als simple Teigware wahrgenommen werden. Dabei ist eine Pizza von der Idee her wie eine gute Freundschaft; es ist einfach mit Menschen zu reden, aber um eine wirkliche tiefgehende Freundschaft zu finden bedarf es vor allem Geduld und Glück. Manch einer mag denken, das ist mit einer Pizza ähnlich. Zumindest bei uns ist das nicht der Fall.

Um die etymologischen Wurzeln der Pizza ranken sich einige Mythen; manch einer behauptet, dass sich der Name dieser mundenden Speise vom arabischen Wort “pita” ableitet, was auf Deutsch Brot bedeutet. Eine andere Legende besagt, dass “picea”, bzw. “pizza” als Worte die Handbewegung bezeichnen, mit welcher die Pizza dem Ofen entnommen wird.

Die Pizza hat schon einiges an Geschichte hinter sich. So meinen die Griechen (welche zur damaligen Zeit noch als Etrusker bekannt waren) den Vorgänger der Pizza erfunden zu haben und das bereits 800 Jahre vor Christus. Kann die Pizza wirklich schon fast 3000 Jahre alt sein? Das trifft hoffentlich nicht auf die zu, welche vor ihnen steht. 😉

Damals haben die Etrusker Teigfladen mit Zutaten belegt und am offenen Feuer (wohlgemerkt auf Steinen) gebacken. Zu Beginn wurden die Teigfladen erst belegt, nachdem sie bereits aus dem Ofen kamen, später dann vorab, so wie es auch bei der heutigen Pizza gängig ist. Schliesslich marschierten die Etrusker auch mal in Rom ein, wodurch die Italiener 200 v. Chr. mit der Pizza Bekanntschaft machten.

Zur damaligen Zeit wurde der Pizzavorgänger noch ohne Tomaten gegessen; entsprechend trocken schmeckte er in den meisten Fällen auch. Selbst als die Tomate entdeckt wurde, hielten sie einige Menschen für giftig, weswegen eher die ärmere Bevölkerung Pizza verspeiste. Dennoch waren die damals von den Pizzaola (so hiessen die Männer, welche das Gericht zubereiteten) gefertigten Pizzen sehr beliebt und gerne gegessen.

Im 19. Jahrhundert soll sich das Bild der Pizza jedoch gewandelt haben, als die Königin Margharitha in Neapel eine Pizza belegt mit Tomaten, Basilikum und Mozzarella erhielt, welche zugleich auch die Farben der italienischen Flagge symbolisierte. Nachdem sie diese vorzügliche Pizza verspeiste, war sie dermassen begeistert, dass die Pizza fortan auch bei der besseren Gesellschaft Anerkennung fand.

Kurz darauf emigrierten einige Italiener in die USA, was den Siegeszug der Pizza in Nordamerika erklärt. Häufig wurde die Pizza in den USA allerdings in einer Pfanne gebacken. Dadurch ist sowohl der Boden, als auch der Rand häufiger dicker; manchmal ist beispielsweise im Rand auch noch Käse untergebracht. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde ausserdem die Tiefkühlpizza auf den Markt gebracht, auch wenn diese geschmacklich nicht ansatzweise mit einer frisch hergestellten Pizza verglichen werden kann.

Neben der Margherita gibt es natürlich noch einige weitere sehr bekannte Pizzen. Dazu zählen beispielsweise Diavolo (mit scharfer Salami) , 4 Jahreszeiten, Calzone, Marinara, Tonne, Frutti di Mare (mit Meeresfrüchten) und Hawai (mit Ananas) Darüber hinaus gibt es mittlerweile auch Low-Carb und vegane Pizzen, sowie Pizzen mit verschiedenen Superfoods. Somit wird die Pizza zwar meistens mit Italienern assoziiert, hat aber eine sehr internationale Geschichte.

By Luigi